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Der Vogel des Jahres 2012

Die Dohle wurde zum neuen Vogel des Jahres gewählt!

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www.nabu-vechta.de machte den 3. Platz bei der Vergabe des Vechtaer Internet Preises

Die Nabu Ortsgruppe Vechta hat am 07.12.11 den dritten Platz des Vechtaer Internet Preises der Initiative Vechta gewonnen. Imme Wichelmann und Frank Rieken empfingen ihn und die 250 Euro am Mittwoch im Vechtaer Rathaus.

 

Zeitungsartikel

Initiative-Vechta

Kooperationsvereinbarung zum Moorbach unterschrieben

Von links: Herr Kramer (Hase-Wasseracht), Herr Tautz (Nabu), Bürgermeister Uwe Bartels, Uni-Präsidentin Prof. Dr. Marianne Assenmacher, Herr Weiger (Kolleg St. Thomas) Quelle: Sonntagsblatt Von links: Herr Kramer (Hase-Wasseracht), Herr Tautz (Nabu), Bürgermeister Uwe Bartels, Uni-Präsidentin Prof. Dr. Marianne Assenmacher, Herr Weiger (Kolleg St. Thomas) Quelle: Sonntagsblatt

 

ALLE RUDERN IN EINEM BOOT

 

Mit dem Aufstellen einer Infotafel über den Moorbach im Füchteler Esch hat das Projekt bereits im August erste Früchte getragen. Offiziell wurde die Kooperationsvereinbarung zur Gewässer- und Auenerkundung im Vechtaer Bereich des Moorbachs nun am Donnerstag unterschrieben. Die Stadt Vechta, die Hase-Wasseracht, die Uni Vechta, das St. Thomas-Kolleg und die Vechtaer Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) wollen im Rahmen dieser Kooperation künftig enger zusammenarbeiten.
Schüler des St. Thomas-Kollegs nehmen Gewässerproben, Lehramtsstudenten aus dem Fachbereich Biologie erheben im Rahmen von Bachelorarbeiten Daten zu Flora und Fauna im Bereich des Moorbaches, der Nabu begleitet das Projekt mit seinem Fachwissen, die Hase-Wasseracht betreut den Fortgang des Projektes als die für die Unterhaltung des Baches zuständige Behörde, und die Stadt Vechta setzt einzelne Projekte um. So ist in der Nähe des Torfwerks Tabeling am Langen Damm ein 37 Hektar großer Flächenpool in den Randbereichen des Moorbachs geplant. Die etwa zwei Kilometer große Fläche dient als Kompensationsmaßnahme zum Baugebiet in Telbrake. Hier soll bis Mitte des kommenden Jahres eine Auenlandschaft entstehen. „Wir wollen mit der Kooperation den Schutz und die Entwicklung von Fließgewässern auf den Weg bringen und so den Umweltgedanken, insbesondere in Bezug auf heimische Gewässer, in den Köpfen der Menschen stärker verankern“, sagte Vechtas Bürgermeister Uwe Bartels anlässlich der Unterzeichnung am Donnerstag im Vechtaer Rathaus. Als eine „Win-Win-Situation“ bezeichnete Bartels die Kooperation für alle Beteiligten.
Einen Vorteil für ihre Studenten sieht die Präsidentin der Universität Vechta, Prof. Dr. Marianne Assenmacher, zum Beispiel in der praktischen Anwendung der Studieninhalte. Auch die Zusammenarbeit mit Schülern des St. Thomas-Kollegs, als mögliche künftige Vechtaer Studenten, bewertete sie als positiv. Unterstützung bekam sie dabei vom stellvertretenden Schulleiter des St. Thomas-Kollegs, Christoph Weiger.
Daniel Tautz vom Nabu zeigte sich froh über die Vereinbarung, und die Tatsache, dass gleich mehrere Institutionen hier an einem Strang ziehen.
Der Geschäftsführer der Hase-Wasseracht, Manfred Kramer, stieß ins gleiche Horn. Die Kooperation bezeichnete er als Ideenbörse, aus der im Laufe der nächsten Jahre sicherlich zahlreiche Projekte im Sinne des Umweltschutzes entstünden.

 

Quelle: Sonntagsblatt vom 30.10.2011

Aufstellung der Infotafel zur Geschichte des Moorbachs

Aufklärung über ein längst trübes Gewässer Quelle: NWZ 04.08.11 Aufklärung über ein längst trübes Gewässer Quelle: NWZ 04.08.11
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Naturschützer bekräftigen ihr „Nein“ zum Windpark am Goldenstedter Moor

Goldenstedt, den 01.08.2011


Das Goldenstedter Moor und das Dreiecksmoor zählen zu den wertvollsten Naturgebieten im Landkreis Vechta. Zusammen mit dem Barnstorfer Moor, dem Drebberschen Moor, dem Vechtaer Moor und dem Oyther Moor bilden sie den Moorkomplex „Großes Moor bei Barnstorf“. Seit im Oktober 2010 erstmals die Absicht öffentlich wurde, im vorwiegend landwirtschaftlich genutzten „Pulvermoor“ in unmittelbarer Nachbarschaft des Goldenstedter Moores einen Windpark zu errichten, haben die Unterzeichner wiederholt naturschutzfachlich begründete Gegenargumente und ihre strikte Ablehnung des Vorhabens deutlich gemacht. Vor dem Hintergrund der bundesweiten energiepolitischen Entwicklungen sowie aufgrund einer Neufassung der Empfehlungen zu Abstandsregelungen des Niedersächsischen Landkreistages (NLT) möchten wir unsere Position erneut darlegen.


Die Unterzeichner unterstützen den in Folge der Reaktorkatastrophe von Fukushima beschlossenen nationalen Ausstieg aus der Atomkraftnutzung. Wir schließen uns aber auch der von der Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Frau Beate Jessel, im April 2011 formulierten Warnung an, dass der Erhalt von Landschaft und Artenvielfalt gegenüber dem Ausbau der regenerativen Energien nicht ins Hintertreffen geraten darf. Der Ausstieg aus der Atomenergie darf aus unserer Sicht nicht als „Totschlagargument“ genutzt werden, um z.B. Windenergieanlagen (WEA) innerhalb naturschutzfachlich wertvoller Gebiete zu errichten.


Anfang 2011 wurde eine aktualisierte Fassung der Empfehlungen des NLT zur Berücksichtigung von Naturschutz und Landschaftspflege beim Ausbau der Windenergie veröffentlicht. Gegenüber der Fassung des Jahres 2007 wurden die geforderten Abstände von WEA zu bedeutenden Vogellebensräumen zusätzlich erhöht. Nachfolgend sollen die wichtigsten Forderungen der NLT-Empfehlungen und deren Bedeutung für die Windparkplanung im Pulvermoor erläutert werden.

Der Bau von WEA in naturschutzrechtlich geschützten Gebieten sowie in bedeutenden Brut- bzw. Gastvogelgebieten wird in den NLT-Empfehlungen weiterhin grundsätzlich ausgeschlossen. Solche Gebiete sollen als Tabuflächen gelten.
Das Pulvermoor wird im Winterhalbjahr von vielen Kranichen, Schwänen, Gänsen und Kornweihen als Nahrungsgebiet genutzt und ist Anfang 2011 insbesondere aufgrund seiner Bedeutung für rastende Kraniche seitens der Niedersächsischen Vogelschutzwarte als national bedeutendes Gastvogelgebiet eingestuft worden. Allein schon aufgrund dieser Bedeutung ist die Errichtung eines Windparks im Pulvermoor strikt abzulehnen.

 

Laut den NLT-Empfehlungen soll der Abstand zwischen WEA und Gastvogellebensräumen internationaler, nationaler bzw. landesweiter Bedeutung die 10-fache Anlagenhöhe, mindestens jedoch 1.200 m, aufweisen.
Im Pulvermoor sollen WEA mit einer Gesamthöhe von 180 m errichtet werden. Somit ergibt sich ein erforderlicher Abstand von 1.800 m. Ausgehend vom Goldenstedter Moor (= Gastvogelgebiet landesweiter Bedeutung) liegt fast der gesamte Windpark in der Abstandszone.

 

Offene Verbindungsbereiche zwischen Nahrungsflächen und Schlafplätzen sind für vieler Großvogelarten von hoher Bedeutung. Daher lautet die Empfehlung des NLT, solche Interaktionskorridore insbesondere bei Kranichen, Schwänen und Gänsen von WEA freizuhalten.
Der Übergangsbereich vom Goldenstedter Moor zum Pulvermoor dient vielen rastenden Kranichen als Vorsammelplatz. Diesen suchen sie nach der täglichen Nahrungssuche auf, um in der Abenddämmerung von dort die Schlafplätze innerhalb der renaturierten Moorflächen im Großen Moor anzufliegen.
Des Weiteren befindet sich das Pulvermoor auf der direkten Verbindungslinie zwischen den Schlafplätzen im Großen Moor und Nahrungsflächen im Umfeld der Hunte.

 

Dem Schutz der Schlafplätze bemisst der NLT eine besondere Bedeutung zu. Daher soll laut NLT zu international bedeutsamen Schlafplätzen von Kranichen, Schwänen und Gänsen ein Abstand von 3.000 m eingehalten werden (evtl. auch 6.000 m).

Die wichtigsten Kranichschlafplätze innerhalb des Großen Moores stellen Wasserflächen im Dreiecksmoor, im Norden des Barnstorfer Moores sowie an der Ostseite des Goldenstedter Moores dar. Die Anzahl der im Großen Moor rastenden Kraniche übertrifft regelmäßig die Anzahl von 1.900 Tieren und erlangt damit internationale Bedeutung. Somit besteht aus Sicht der Unterzeichner die Erfordernis, eine 3 km breite Schutzzone um die Schlafplätze grundsätzlich von WEA freizuhalten. Der gesamte Windpark Pulvermoor befindet sich jedoch innerhalb der 3 km-Zone.

 

Wir möchten noch einmal hervorheben, dass wir die Nutzung regenerativer Energien grundsätzlich unterstützen. Bei der Identifizierung möglicher Windpark-Standorte müssen jedoch die naturschutzfachlichen Aspekte vollumfänglich berücksichtigt werden, denn neben der Verantwortung für den Klimaschutz gibt es genauso die Verpflichtung, Natur und Landschaft zu schützen und die Artenvielfalt zu fördern.

 

Mit freundlichen Grüßen,
gez.

 

Heino Muhle, Christiane Lehmkuhl / Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems e.V. (BSH)
Walter Michalik / Naturfreunde Goldenstedt e.V.
Ingrid Schmidt, Heinz Niemann / Heimatverein Goldenstedt e.V.
Ludger Frye / Naturschutzbund Deutschland (NABU) – Niedersachsen sowie Kreisgruppe Vechta e.V.
Friedhelm Niemeyer, Kerrin Lehn / Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) – Diepholzer Moorniederung
Holger Schürstedt / Koordinator Kranichzählung Goldenstedter Moor / Großes Moor
Hermann Dirks / Kranichexperte und –referent
Dr. Günter Nowald / Kranichschutz Deutschland gGmbH

Naturschutzverbände übergeben Stellungnahme an die Gemeinde Goldenstedt

Windräder gefährden Kranichrastplatz

 

 

 

09. November 2010 - Vertreter von Naturschutzverbänden und örtlichen Vereinen haben am Freitag (5. November) im Rathaus der Gemeinde Goldenstedt eine gemeinsame Stellungnahme mit umfangreichem Datenmaterial an Bürgermeister Willibald Meyer und die Gemeinde Goldenstedt übergeben. Darin geht es um einen geplanten Windpark östlich des Goldenstedter Moores mit sechs bis zu 135 Meter hohen Windrädern, dessen Grundlage ein zehn Jahre alter Plan der Gemeinde ist.

Die Verbandsvertreter lehnen den Bau eines Windparks an dieser Stelle ab. Sie sind der Auffassung, dass der zugrunde liegende Plan völlig überholt ist und dass er die allseits bekannte Entwicklung des Raumes als Rastplatz für Kraniche mit internationaler Bedeutung nicht berücksichtigt. Das Große Moor bei Barnstorf hat innerhalb der Diepholzer Moorniederung - einem der größten Kranichrastplätze in Europa (77.500 rastende Kraniche im Herbst 2008, in der aktuellen Saison 51.000 rastende Kraniche) - eine herausragende Bedeutung.

Auch für weitere Rastvogelarten wie Singschwäne, Zwergschwäne, Gänsearten und Kornweihen hat sich der Raum Großes Moor und das Planungsgebiet teilweise zu einem international bedeutenden Nahrungs- und Rastgebiet entwickelt.

Aus diesen Gründen wurde an diesem Standort eine ursprünglich geplante 380-KV-Höchstspannungsleitung nicht weiter verfolgt und Alternativtrassen gesucht und gefunden. Und auch die südlich der Gemeinde Goldenstedt liegende Samtgemeinde Barnstorf hat ihre möglichen Windpotentialflächen im Randbereich des Großen Moores mit Rücksicht auf Belange des Natur- und Landschaftsschutzes (hohes Konfliktpotential) nicht weiter verfolgt.

Folgende Einwände haben die Verbandsvertreter gegen die Windräder:

  • Durch den Bau von Windrädern östlich des als FFH- und Naturschutzgebiet ausgewiesenen Goldenstedter Moores würden rastende Kraniche, Schwäne und Gänse wertvolle Nahrungsflächen verlieren.
  • Täglich genutzte Flugrouten zwischen Moor und Nahrungsflächen würden durch die Windräder unterbrochen.
  • Der international bedeutsame Kranichrastplatz Großes Moor bei Barnstorf würde stark gefährdet.

Die Verbandsvertreter fordern die Gemeinde Goldenstedt daher eindringlich auf, die alte Planung zu überdenken und das Vorhaben aus den dargelegten Gründen aufzugeben. Den Besuchern des Naturschutz-Informations-Zentrums (NIZ) im Goldenstedter Moor und den Natur- und Kranichfreunden der Region wäre es kaum vermittelbar, dass die Gemeinde Goldenstedt einerseits den Kranich in ihrem Logo führt, aber andererseits einen Windpark im Lebensraum der Kraniche plant.

Die Verbandsvertreter behalten sich rechtliche Schritte vor, um eine sachgerechte Lösung für die Natur und Landschaft im Planungsgebiet zu erreichen.

Die Vertreter von
- Biologische Schutzgemeinschaft Hunte, BSH, Ch. Lehmkuhl, H. Muhle
- Heimatverein Goldenstedt, I. Schmidt, H. Niemann
- Koordinator Kranichzählung Großes Moor, H. Schürstedt
- NABU-Kreisgruppe Vechta und NABU-Landesverband Niedersachsen e.V., L. Frye
- BUND Diepholzer Moorniederung, BUND-Landesverband Niedersachsen e.V., F. Niemeyer
- Kranichschutz Deutschland GmbH, Dr. G. Nowald

10. Vechtaer Internet-preis

07.12.2011

Stunde der Gartenvögel

 

11. bis 13. Mai

 

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